Sportwissenschaft

Motorikpark® als sportwissenschaftlich konzipiertes Outdoor-Bewegungsparadies

Motorische und sportartspezifische Bewegungskompetenzen entwickeln sich vorrangig aufgrund eines anregenden
(Bewegungs-)Umfeldes. Ein wesentlicher Antrieb kann dabei eine zur Bewegung animierende Infrastruktur sein. Das Potential im Outdoorbereich wurde seit den Trends „Fitnessparcours und Trimmpfade“ in den 60-er/70er Jahren kaum mehr genützt bzw. weiterentwickelt. Das sportwissenschaftliche und kreative Konzept eines „Motorikpark®“ bietet hier neue Zugänge und führt zu Möglichkeiten einer umfassenden selbstorganisierten motorischen Kompetenzentwicklung für nahezu alle Alters- und Zielgruppen. Die hohe Attraktivität dieses Konzeptes resultiert aus der sportwissenschaftlichen und praxisrelevanten Funktionalität in Kombination mit innovativen Ideen und interessant gestalteten, herausfordernden Geräten. Dies führt zu hohen Nutzerzahlen und einer Nutzerkontinuität. 

Sportwissenschaftliches Konzept:

Sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht muss ein attraktiver und moderner Bewegungspark neue Maßstäbe setzen und bei den Nutzern auch entsprechende mehrdimensionale Anpassungen auslösen. Allein der Anblick des Gesamtareals bzw. einzelner Stationen soll Bewegungsfreude und Interesse wecken. Ein kompletter Motorikpark® sollte aufgrund seiner Geräte- und Stationenkombination Anreiz und Möglichkeit für eine ausgewogene und harmonische Körperbeanspruchung und –entwicklung bieten. Für die jeweiligen Bewegungsaufgaben stehen innovative Geräte und klar abgegrenzte Bewegungsräume zur Verfügung. Jedes Einzelmodul ist ein kreativer Teil eines immer ersichtlichen Gesamtkonzeptes. Die Reihenfolge der Nutzung der Stationen ist sportwissenschaftlich vorgegeben, kann jedoch bei einer spezifischen Trainingszielsetzung abgeändert werden. Schwerpunkte (immer unter dem Gesichtspunkt Bewegungsfreude): Kreatives Aufwärmen, variantenreiche Koordinationsentwicklung, Dysbalance als Chance, Beweglichkeit durch Bewegung, Schnelligkeit als Fitnessbaustein, lustvolle Kraftverbesserung, spielerische Ausdauerentwicklung.  Wesentliche Konzeptbausteine sind vielfältige und ungewohnte Aspekte der Differenzierung, Kopplung und Umstellung. Insbesondere für die Umsetzung des Konzeptes „differentiellen Lernen“ (Schöllhorn 1998) bieten sich außergewöhnlich interessante und effiziente Möglichkeiten. 

 

Jedes Gerät bzw. jede Station ist auf einem zugehörigen Schild bezüglich der sportwissenschaftlichen Zielsetzung, der organisatorischen Vorgaben und sinnvoller Ausführungsvarianten erklärt. 

Sportwissenschaftliche Experteneinschätzung: (Schöllhorn 2011)

„Die Idee Motorikpark® ist eine ausgezeichnete praktische Umsetzung der Idee des Differenziellen Lernens. Entsprechend jüngsten neurophysiologischen Erkenntnissen wird in spielerisch abwechslungsreicher Form Körper und Geist mit ständig neuen Aufgaben konfrontiert und ein fortwährendes Anpassen an neue Situationen provoziert. Die ständige Aufforderung zum Neuen und die Erfolge in immer anderen Situationen führen Stück für Stück zu einem spielerischen Lernen, bei dem nicht mehr über die eigenen Unzulänglichkeiten geurteilt wird, sondern jeder Moment als Chance der Entwicklung begriffen wird. Man entdeckt stets neue Fähigkeiten und Möglichkeiten des eigenen Körpers, die der Geist vorab nicht einmal erahnt hätte. Diese Form der Betätigung gilt bei jung und alt nicht nur für das neuromuskuläre System als optimaler Anpassungsreiz, sondern scheint auch durch die ständig neuen Herausforderungen den Geist ins Hier und Jetzt zu holen und dadurch einen spezifischen Gehirnzustand auszulösen, der durch Konzentration, Spannung und Entspannung zu mehr Achtsamkeit führt und dadurch zu einer harmonischen Einheit von Geist und Körper, die mit der Zeit auch im Alltag ihre Folgen zeigt. Jeder Motorikpark® ist dabei eine echte neue Herausforderung.“

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